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Shabat Shalom! (20 Februar 2010) PDF Print E-mail

Shabat Shalom 20.02.2010Fangen wir direkt mit der Heiligen Schrift an und lesen aus 1.Samuel: „Da nun David des dritten Tages kam gen Ziklag mit seinen Männern, waren die Amalekiter eingefallen ins Mittagsland und in Ziklag und hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt und hatten die Weiber daraus weggeführt, beide, klein und groß; sie hatten aber niemand getötet, sondern weggetrieben, und waren dahin ihres Weges.“ (1.Sa.30:1,2) Das heißt, David und seine ganze Truppe, so wie auch die Männer aus der Stadt Ziklag sind in den Krieg gezogen, zusammen mit den Philister. Die Stadt wird von Malekiter überfallen, mit dem Feuer vernichtet und alle Einwohner in Gefangenschaft genommen.
Dann lesen wie weiter: „Da nun David samt seinen Männern zur Stadt kam und sah, dass sie mit Feuer verbrannt und ihre Weiber, Söhne und Töchter gefangen waren, hoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme auf und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. Denn Davids zwei Weiber waren auch gefangen: Ahinoam, die Jesreelitin, und Abigail, Nabals Weib, des Karmeliten.“ (1.Sa.30:3-5). Stellt euch nur für einen Augenblick an deren Stelle….

Weiter lesen wir im siebten und achten Vers: „ David sprach zu Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn: Bringe mir her den Leibrock. Und da Abjathar den Leibrock zu David gebracht hatte, David den HERRN und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen, und werde ich sie ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach! du wirst sie ergreifen und Rettung tun.“ Aber besonders verwundert war ich über den neunten und zehnten Vers:“ Da zog David hin und die sechshundert Mann, die bei ihm waren; und da sie kamen an den Bach Besor, blieben etliche stehen. David aber und die vierhundert Mann jagten nach; die zweihundert Mann aber, die stehen blieben, waren zu müde, über den Bach Besor zu gehen.“Das heißt sechshundert Menschen – eine ganze Armee von Räubern, voller Kummer, begeben sich dahin, wo ihre Kinder und Frauen sind, um sie von den Amalekiter zu holen. Plötzlich bleiben zweihundert von ihnen vor dem Strom stehen und verkünden, dass sie erschöpft sind und nicht mehr weiter gehen werden. Die restlichen vierhundert gehen jedoch weiter. Dies bedeutet, dass sich die Armee aufteilt.
Wie kann das sein? Jede Sekunde zählt, den dort sind ihre Liebsten und überhaupt sind sie sich nicht im klaren was in der Gefangenschaft passiert! Nichtdestotrotz verkünden zweihundert Menschen, dass sie erschöpft sind und keine Kraft haben weiter zu gehen. Doch wir wissen, dass diese sechshundert Männer Davids alle gleich stark und robust waren.David holt mit der restlichen Truppe die Amalikiter ein, teilt diese auf und befreit alle Frauen und Kinder, nimmt das erworbene Vermögen und voller Siegesfreude kehrt wieder Heim.
Die Entwicklung dieser Geschichte war eigenartig. Lesen wir weiter ab dem 21. Vers:“ Und da David zu den zweihundert Männern kam, die zu müde gewesen, David nachzufolgen, und am Bach Besor geblieben waren, gingen sie heraus, David entgegen und dem Volk, das mit ihm war. Und David trat zum Volk und grüßte sie freundlich. Da antworteten, was böse und lose Leute waren unter denen, die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, soll man ihnen nichts geben von der Beute, die wir errettet haben; sondern ein jeglicher führe sein Weib und seine Kinder und gehe hin.“ Warum bezeichnet die Bibel diese Menschen als das Böse und Halunke? Hier könnte sich eine gesetzmäßige Frage stellen: Was ist hier schon dabei? Alles wurde richtig entschieden. Alles ist gerecht. Zweihundert Menschen sind nicht gegangen, ruhten sich aus, hatten niemanden zurückerobert….Doch die heilige Schrift lehr uns anders, Vers 23:“ Da sprach David: Ihr sollt nicht so tun, Brüder, mit dem, was uns der HERR gegeben hat, und hat uns behütet und diese Kriegsleute, die wider uns gekommen waren, in unsere Hände gegeben.“ Diese Geschichte ist für uns alle sehr lernreich. Wir sehen die Welt mit unseren menschlichen Augen und urteilen über alles, was passiert mit unserer menschlicher Logik und Verstand. David war ein Mensch, der im Herzen Gott ähnelte, weil er nicht nach dem menschlichem Empfinden und Ambitionen lebte. Er lebte schon damals in Gottes Reich, nach seinen Prinzipien, wo es kein Neid, Zorn, Ärger aber auch Hass gibt. Ich wünsche auch euch nach Gottes Prinzipien in seinem Reich zu leben.

Shabat Shalom.
Dmitry Siroy

 
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